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Windkraftanlagen und Fledermäuse Aufgrund neuer Untersuchungen in Deutschland und den USA wurde belegt, dass Fledermäuse mit Windkraftanlagen kollidieren und dadurch gefährdet werden können. Da Fledermäuse nach den internationalen und nationalen Artenschutzrichtlinien geschützt sind, sind sie bei der Planung von Windkraftanlagen in Europa und insbesondere in Deutschland zu berücksichtigen. Bereits seit Mitte der 90er Jahre ist dieses Thema einer der Schwerpunkte unseres Büros. Grundsätzlich geht es uns darum, durch unsere Planungsbeiträge und Forschungsarbeiten eine realistische und objektive Beurteilung möglicher Gefährdungspotentiale zu ermöglichen. Unsere Ziele sind:
Eine Möglichkeit der Vermeidung besteht darin, potenziell wertvolle Fledermauslebensräume, insbesondere solche die während des Fledermauszuges von Bedeutung sind, zu erkennen und bei der Standortsuche für Windkraftanlagen auszuscheiden. Hierzu erstellen wir fledermauskundliche Fachgutachten. Weitere Vermeidungsmöglichkeiten ergeben sich bei der Steuerung der Anlagen. Zusammen und im Austausch mit unseren nationalen und internationalen Fachkollegen streben wir an, die Untersuchungsmethoden zu standardisieren, um rechtssichere Standortbeurteilungen durchführen zu können. Einige Arbeiten wurden dazu bereits veröffentlicht, weitere sind in Vorbereitung. Seit dem Jahr 2007 koordiniert Dr. Robert Brinkmann das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit beauftragte Forschungsvorhaben „Entwicklung von Methoden zur Untersuchung und Reduktion des Kollisionsrisikos von Fledermäusen an On-Shore-Windenergieanlagen“. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Leibniz Universität Hannover, der Universität Erlangen-Nürnberg, der Firma ENERCON GmbH und dem Forschungsinstitut für Optronic und Mustererkennung. Eine Übersicht Ziele und Struktur des Forschungsprojektes finden Sie auf den Seiten des Institutes für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover. Erste Ergebnisse des Forschungvorhabens wurden auf einer Fachtagung am 9. Juni 2009 in Hannover vorgestellt. Die Kurzfassung der Vorträge können sie hier herunterladen (pdf-file, 4,5 MB). Im Vorlauf zum Forschungsvorhaben führten wir in den Jahren 2004 und 2005 eine Studie zu möglichen betriebsbedingten Auswirkungen von Windkraftanlagen im Regierungsbezirk Freiburg durch: BRINKMANN, R., SCHAUER-WEISSHAHN, H. & BONTADINA, F. (2006): Untersuchungen zu möglichen betriebsbedingten Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Fledermäuse im Regierungsbezirk Freiburg. - Unveröff. Forschungsbericht im Auftrag des Regierungspräsidiums Freiburg, 63. S, Freiburg. Den Abschlussbericht finden Sie auf den Internetseiten des Regierungspräsidiums Freiburg unter: Click here to read the english version of this report (pdf-file, 1909 KB): Für Rückfragen zum Thema stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. |